Nächste Aufführung von vokal:orgel:
20. Januar 2026
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Biografie

Babette Mondry spielt als Organistin in Soloprogrammen, Kammermusikformationen sowie als Orchester- und
Chororganistin.

Ihr Repertoire umfasst Musik vom Frühbarock bis zur Gegenwart. Konzert- und Festivalauftritte führen sie in zahlreiche europäische Länder sowie nach Brasilien, Japan und Israel. Sie spielte unter anderem bei Festivals wie Toulouse les Orgues, dem Organfestival Lahti, an der Arp-Schnitger-Orgel in St. Ludgeri Norden, bei den Thuner Bachwochen, in Magadino, Haarlem und im Dom zu Riga. Weitere Konzertorte waren die Minato Mirai Hall in Yokohama, der Dom zu Hildesheim, das Grossmünster Zürich, die Kathedrale Genf, der Dom zu Arlesheim, die Abbatiale Romainmôtier, das Berner Münster, die Johann Andreas Silbermannorgel in St-Thomas Strassburg, das Stadtcasino Basel und die Tonhalle Zürich.

Die musikalische Arbeit im Zusammenspiel mit Sänger:innen und Instrumentalist:innen ist für sie ein eigenständiger künstlerischer Schwerpunkt – und bereichert zugleich ihr solistisches Orgelspiel. Im Laufe der Jahre musizierte sie mit Künstler:innen wie Heinz Holliger, Ursula Holliger, Andreas Scholl, Nuria Rial, Maria Cristi-na Kiehr, Maya Boog, Kiyoshi Kasai, Arianna Savall & Petter Udland, Reinhold Friedrich, Rolf Romei, Yannick Debus und Fritz Hauser.

Als Orchester- und Chororganistin verfügt sie über ein grosses Repertoire an Orgelparts in sinfonisch besetzten Werken. In dieser Funktion war sie in Produktionen unter der Leitung namhafter Dirigenten wie Marco Letonja, Dennis Russell Davies, Hans-Christoph Rademann, Kevin Griffiths, Gabriel Feltz, Giuliano Betta, Facundo Agudin, Duncan Ward und Ivor Bolton beteiligt. Die Mitwirkung erfolgte dabei als Zuzügerin – eingebettet in die jeweilige Orchesterstruktur oder als Organistin in grossbesetzten Chorwerken. Ihr Repertoire umfasst hier Werke wie Janáčeks Glagolitische Messe, Lloyd Webbers Requiem oder Mascagnis Cavalleria Rusticana, die mit Basler Chören wie dem Basler Gesangverein aufgeführt werden. Mit Vokalensembles wie den Basler Madrigalisten, Leitung: Raphael Immoos, dem Jungen Kammerchor Basel und dem ensemble liberté, Leitung: Maija Gschwind, realisierte sie u. a. 2020 die Aufführung von Lucija Garūtas Herr, deine Erde brennt sowie die Schweizer Erstaufführung von Pēteris Vasks’ Veni Domine für Chor und Orgel.

Als reguläre Zuzügerin spielt sie im Sinfonieorchester Basel, mit dem sie unter ande-rem auch bei den CD-Produktionen der Sinfonien von Felix Weingartner mitwirkte und in der Saisoneröffnung 2022 als Solistin in Lili Boulangers Psaume XXIV spielte.

Mit vokal:orgel verwirklicht Babette Mondry seit 2022 eine Form musikalischer Arbeit, die viele ihrer bisherigen Interessen zusammenführt: die Freude an gross angelegten Bühnenprojekten, die Arbeit mit jungen Stimmen, die Verbindung von Musik und Inszenierung sowie die Teamarbeit mit Regisseur:innen und Musiker:innen unterschiedlichster Fachrichtungen.

Zentraler Gedanke ist es, die Orgel in szenisch gestaltete Konzertformen zu integrieren. Indem sie orchestrale Partien übernimmt, entsteht auf der Bühne Raum für Bewegung, Darstellung und theatrale Umsetzung – ein Zugang, der besonders jungen Menschen neue musikalische Erfahrungsräume eröffnet. Zu den bisherigen Höhepunkten zählen die Uraufführung von Caspar Johannes Walters When I appear in your dreams für Chor und das winddynamische Manual in der Metzler-Klahre-Orgel des Stadtcasino Basel sowie die szenische Produktion von Orffs Carmina Burana, Regie: Mélanie Huber (2023, Stadtcasino Basel und 2025 in der Tonhalle Zürich) und das szenisch inszenierte Projekt Walpurgisnacht (2025), Regie: Salome Im Hof. Neue Produktionen sind in bereits Planung.

Babette Mondry engagiert sich auch in der Festivalarbeit: Seit 2016 gehört sie zum Leitungsteam des Orgelfestivals im Stadtcasino Basel, das bisher 2020, 2021, und 2023 stattfand. Als Mitinitiatorin des Projekts Neue Orgel im Stadtcasino Basel war sie im Team der Fachexpert:innen tätig.

Von 1999 bis 2015 war Babette Mondry Titularorganistin an der Johann-Andreas-Silbermann/Lhôte-Orgel der Peterskirche Basel. Dort verantwortete sie die Musik in den Universitätsgottesdiensten und leitete die Konzertreihe. Seit 2017 ist sie Organistin und künstlerische Leiterin der Orgelkonzerte an der Stadtkirche Thun.

Weiteres: Von 2015 bis 2019 war sie Teil des künstlerischen Leitungsteams des Cours d’Interpretation d’Orgue in Romainmôtier. 1996 erreichte sie das Finale des Bachwettbewerbs Luzern. Ihre beiden CD-Aufnahmen – die Ersteinspielung der Suite pour Orgue von Olivier Alain an der Alain-Orgel in Romainmôtier (Gallo) und die CD Puer natus in Bethlehem in der Peterskirche Basel mit Werken von Johann Sebastian Bach, Carissimi und Dandrieu (Gallo), fanden in der Fachpresse positive Resonanz.

Ihr Studium absolvierte sie an der Hochschule für Musik und Theater Hannover (Kirchenmusik) sowie an der Musikhochschule Basel bei Prof. Dr. h.c. Guy Bovet, wo sie das Konzertdiplom erlangte. Prägende künstlerische Impulse erhielt sie zudem in Kursen bei Montserrat Torrent, Harald Vogel, Gerd Zacher und Marie-Claire Alain.

Zusammen mit dem Schlagzeuger Fritz Hauser und dem Tänzer Emanuele Soavi wird sie im Herbst 2026 in der Kölner Philharmonie zu hören sein.

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REPERTOIRE-LISTE

20.9.2020 – Stadtcasino Basel, Abschlusskonzert im Rahmen des Orgelfestival Stadtcasino Basel
Basler Madrigalisten, Leitung: Raphael Immoos